Gemeindebücherei

Öffnungszeiten der Gemeindebücherei

(außer in den Ferien):

Mittwochs, 17.00-18.00 Uhr und während des GemeindeMittwochs
(mittwochs, 14-tägig)

Sonntags, ca. 12.00-12.30 Uhr
(nach den Gottesdiensten)


Wie kommt man günstig an eine ausreichende Menge Lektüre?
 

Dazu zwei Vorschläge:
 

  • Sie kommenzum nächsten Büchereiflohmarkt nach dem Gottesdienst. Hier findet sich für alle Interessenbereiche Lesestoff gegen eine kleine Spende für die Bücherei. Der letzte Flohmarkt fand am 07.07.2019nach dem Reisesegengottesdienst vor den Sommerferien statt, der nächste voraussichtlich nach dem Gottesdienst zum 1. Advent (01.12.2019, gegen 12.00 Uhr). statt,

    Bitte beachten Sie die Hinweise auf weitere Termine im Gemeindebrief und im Online-Terminkalender!

  • Sie schauen einfach mal wieder in der Bücherei vorbei; sie wurde im letzten Jahr neu gestaltet und erweitert (Öffnungszeiten, s.o.) und sehen, was es an interessanten Neuanschaffungen gibt (ganz kostenlos). Ganz gewiss findet sich u.a. in unseren beiden großen Krimiregalen etwas Brauchbares.

Aktuelles

In unserer Bücherei gibt es wieder viele neue interessante Bücher zu entdecken:

Letztes Jahr hatte ich die Biographie über Maria Sybilla Merian von ihr empfohlen, diesmal hat mich „Helene Schjerfbeck, Die Malerin aus Finnland“ von Barbara Beuys beeindruckt. In Skandinavien gilt sie als eine der bedeutendsten Malerinnen des 20. Jahrhunderts, bei uns wurde sie durch eine Ausstellung 2014 in der Frankfurter Schirn bekannt, die ich leider verpasst habe. Geboren 1862 wird sie schon als 11jährige in die Zeichenschule des Finnischen Kunstvereins aufgenommen und 1880 und geht als 18jährige mit einem Stipendium nach Paris. Neben der detaillierten Beschreibung ihrer malerischen Entwicklung erfahren wir auch viel über die finnische Geschichte, beginnend mit der Zugehörigkeit zu Schweden, dann als Großfürstentum Finnland Teil des russischen Zarenreichs. Erst allmählich entsteht ein finnisches Nationalbewusstsein. Sie malt bis zu ihrem Tod 1946 über 1000 Bilder. Und wem die wenigen Abbildungen im Buch nicht reichen, der findet zum Glück viele der erwähnten Bilder im Internet.

Es bleibt die Frage, warum so viele bedeutende Künstlerinnen im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen international fast vergessen sind.
 

Ein großartiges historisches Panorama zeigt auch „Tyll“ von Daniel Kehlmann. Trotz der zum Teil drastischen Beschreibungen der Grausamkeiten zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges erhält das Buch durch den Kunstgriff des Autors, die Figur Tyll Ulenspiegels in diese Zeit zu versetzen, eine Leichtigkeit, die das Lesen zum Vergnügen macht, auch dank der Erzählkunst des Autors - egal ob der Narr den Mächtigen oder den einfachen Leuten den Spiegel vorhält (oder mit seinem Esel philosophische Gespräche führt).

 

Von der neueren Vergangenheit erzählt Mechthild Borrmann in „Grenzgänger“. Die Älteren in der Gemeinde werden sich vielleicht noch an die Zeit erinnern, als vor allem die Kinder hier im deutsch-belgischen Grenzgebiet durch Schmuggeln zum Familieneinkommen beitrugen. Aber das wird immer gefährlicher... Neben Beschreibungen der uns bekannten Gegend erfahren wir über menschenverachtende Erziehungsmethoden in staatlichen Besserungsanstalten und kirchlichen Kinderheimen. Erschütternd.


Zum Schluss vielleicht noch eine etwas leichtere Lektüre. „Wenn Martha tanzt“ von Tom Saller. Die 19jährige Martha kommt 1919 ans Bauhaus in Weimar. Sie ist auf der Suche und landet schließlich in der „Tanzklasse“. Die Figuren sind erfunden, aber an tatsächliche Personen angelehnt. So erfahren wir viel über die allgemeine Stimmung und die Rolle der Frauen im Bauhaus in Weimar in der Zeit von 1919 bis 1924.

 

Einen schönen Lesesommer und -herbst 2019 wünscht
Elke Greven im Namen des Büchereiteams

Ansprechpartnerin
Elke Greven

Tel. 02408-3799
E-Mail