Evangelische Kirchengemeinde Kornelimünster-Zweifall

Mehr als nur ein „Instrument der Kirchenaufsicht“

Kirchengemeinde Kornelimünster-Zweifall beeindruckt zur Visitation mit Vielfalt und Anspruch der Aktivitäten – Viel Lob für familiäres Gemeindeleben und herzliche Atmosphäre

Ein rotes Antependium am Altar der evangelischen Kirche Kornelimünster zeigte es am Sonntag an: Dies ist war besonderer Tag für die Kirchengemeinde. Denn am Wochenende empfing die Evangelische Kirchengemeinde Kornelimünster-Zweifall die Mitglieder des Kreissynodalvorstands zur zweitägigen Visitation. „Die Visitation ist ein Instrument der Kirchenaufsicht“, sagte Superintendent Pfarrer Hans-Peter Bruckhoff zu Beginn des Gottesdienstes am Sonntag. „Aber - und das ist typisch evangelisch – wir leben sie geschwisterlich.“ Dies heiße, so Bruckhoff: „Wir geben nicht vor, was hier gilt, sondern wir fragen nach, was bei Ihnen gilt!“ Das wichtigste Element der Visitation seien deshalb die Begegnungen zwischen den Menschen aus der Gemeinde und dem Kreissynodalvorstand als Leitungsgremium.

Freundlich, wertschätzend und motivierend

In sechs Gruppen hatten sich Visitierte und Besucher zunächst am Samstag aufgeteilt, um über die Arbeitsfelder Kinder- und Jugendarbeit, Gemeindeentwicklung, Flüchtlingsarbeit, Kirchenmusik, Seniorenarbeit und Öffentlichkeitsarbeit zu sprechen. Darauf folgte eine gemeinsame Sitzung des Presbyteriums mit dem KSV. Am Sonntag schloss sich an den Gottesdienst eine Gemeindeversammlung an. Nachmittags gab es weitere Gespräche. Für Pfarrer Rolf Schopen, der im vergangenen Jahr aus Hennef nach Kornelimünster gekommen war, war es die erste Visitation im Evangelischen Kirchenkreis Aachen. „Ich habe die Visitation als sehr freundlich und wertschätzend von Seiten des KSV erlebt“, sagte Schopen am Sonntag. „Für mich war es schön, im Gespräch zu sein, die Gemeinschaft zu erfahren und die Gedanken der KSV-Mitglieder zu hören. Aber der Höhepunkt der Visitation war für mich der Gottesdienst, denn das ist doch das, was uns alle verbindet.“ Ähnlich empfand es Pfarrerin Ute Meyer-Hoffmann: „Für mich ist die Visitation eine sehr positiv besetzte Situation“, sagte sie. „Es ist ein Über-sich-selbst-Nachdenken, das durch Hinweise aus dem KSV noch vertieft wird, und die Rückmeldungen zu unserer Gemeinde motivieren uns.“

Gemeindeversammlung gut besucht

Auch die fast 80 Anwesenden bei der Gemeindeversammlung äußerten viel Lob für die Arbeit und das Miteinander in ihrer Gemeinde. Kritische Töne waren dort nicht zu hören. „Das zutiefst Christliche, das Soziale, das Stützen und gestützt werden ist in dieser Gemeinde verankert“, sagte ein Teilnehmer, „ich fühle mich hier zu Hause, und es gibt ein gewisses Niveau, das nie unterschritten wird“, äußerte eine Besucherin. Ein anderer sagte, er habe sich eigens umgemeinden lassen, um zur Kirchengemeinde Kornelimünster-Zweifall zu gehören. Jugendreferent Achim Richter erhielt großes Lob ebenso wie Organistin Anke Holfter und die anderen Angestellten der Kirchengemeinde. Ein älterer Herr erntete viel Zustimmung und Heiterkeit als er sagte: „Ich muss Ihnen für Ihre Gemeinde das höchste Kompliment machen, das ein Berliner machen kann: Da kann man nicht meckern.“

Genug Kandidaten für Presbyteriumswahl gemeldet

Positiv waren auch die Informationen, die Pfarrer Schopen bei der Gemeindeversammlung zu verschiedenen Sachthemen verkünden konnte. So haben sich in der Gemeinde Kornelimünster-Zweifall inzwischen genug Kandidaten für die Presbyteriumswahl im kommenden Februar gemeldet, dass eine Wahl stattfinden kann. In zwei der Gemeinde gehörenden Gebäuden sind derzeit Flüchtlinge untergebracht. Zusätzlich gibt es eine Gruppe Engagierter, die Sprachförderung für Flüchtlinge anbietet und die die Unterrichtszeiten sogar von einmal wöchentlich auf täglich ausweiten will. Außerdem testen die Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit in der Gemeinde derzeit verschiedene Möglichkeiten, Audiodateien von Gottesdiensten für die Menschen zur Verfügung zu stellen, die aus verschiedenen Gründen nicht persönlich in der Kirche anwesend sein können.

Grenzen von Kraft und Energie bedenken

Superintendent Bruckhoff sagte schließlich in der Gemeindeversammlung: „Sie haben wirklich eine große Fülle und Vielfalt an Aufgaben, Sie haben offenbar alle Generationen im Blick, Sie machen eine gute, lebendige und anspruchsvolle Gemeindearbeit, und Sie sind alle bis zum Anschlag aktiv.“ Er mahnte aber auch, dabei an die Grenzen von Kraft und Energie zu denken und sich nicht bis zur Erschöpfung zu verausgaben. „Haben Sie auf einander Acht und behalten Sie einander im Blick – dann kann man Ihnen hier in dieser Gemeinde nur gratulieren!“

 

(Text und Bilder: C. Braun / Kirchenkreis)

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