Evangelische Kirchengemeinde Kornelimünster-Zweifall

08.06.2022

Diakonisches Werk blickt mit gemischten Gefühlen zurück

Die Pandemiejahre haben auch dem sozialen Dienst der evangelischen Kirche einiges abverlangt. Das Thema Einsamkeit spielt noch immer eine Rolle.

Vorständin Heike Keßler-Wiertz, Pfarrer Erik Schumacher und Torsten Hackländer vom Aufsichtsrat (von links) sind froh, mit dem neuen Webauftritt des Diakonischen Werks mehr Menschen erreichen zu können (Foto: Andreas Herrmann)

Aachen Das zweite Pandemiejahr mit all seinen sozialen, gesundheitlichen und psychischen Auswirkungen, dazu die Auswirkungen der Flut des vergangenen Sommers, die die betroffenen Regionen wohl noch Jahre beschäftigen werden – die Herausforderungen werden für Wohlfahrtsverbände nicht kleiner. Das Diakonische Werk im Kirchenkreis Aachen blickte entsprechend mit gemischten Gefühlen auf das vergangene Jahr.

560 Angebote von der Schwangerschaftskonfliktberatung bis zum Tagespflegehaus für Menschen mit Demenz, aber auch anlassbezogene Fluthilfebüros hält das Diakonische Werk vor. 88 Mitarbeitende erreichten darüber 2020 fast 10.000 Menschen in Aachen und in den anderen Kommunen in der Städteregion Aachen. „Angesichts der Einschränkungen durch die Pandemie waren wir erstaunt, was doch alles geht“, erklärte Heike Keßler-Wiertz, Vorständin des Diakonischen Werks. Digitale Ersatzangebote, aber auch ganz neue Formate seien entstanden und gut genutzt worden.

Hohe Belastungen

Zugleich wurden einige Themen sowohl bei den Klientinnen und Klienten als auch bei den Mitarbeitenden stärker in den Fokus gerückt: Das Thema Einsamkeit verstärkte sich durch die Isolierung besonders vulnerabler Gruppen, aber auch bei manchen alleinstehenden Mitarbeitenden im Homeoffice. „Auch mussten wir die Frage klären, wie bei mehr mobiler Arbeit das Teamgefühl erhalten werden kann“, sagte Keßler-Wiertz. Insgesamt stellte das Diakonische Werk eine hohe Belastung von Mitarbeitenden wie Ratsuchenden fest. „Die zwischenzeitliche Schließung des Tagespflegehauses hat zum Beispiel einen hohen Seelsorgebedarf bei Angehörigen, aber auch Mitarbeitenden erzeugt“, so Keßler-Wiertz.

Trotz aktuell umfangreicher Lockerungen im gesellschaftlichen Leben existiert dieses Thema in vielen Einrichtungen weiter, wie Christa Lardinoix, Leiterin des Tagespflegehauses der Diakonie in Aachen beispielhaft berichtete. „Wir müssen auch nach der aktuellen Landesverordnung Maske tragen und uns regelmäßig testen. Außerdem müssen wir sehr viele Daten für das Land und das Gesundheitsamt sammeln, was sehr viel Zeit kostet.“

Auch für Renate Wallraff, Leiterin des Beratungszentrums Alsdorf, ist das Thema Corona nicht weg: „Die schutzsuchenden Frauen im Frauenhaus machen sich weiterhin Gedanken, wie es weitergeht, wenn die Schulen wieder schließen müssen.“

Die letzten zwei Jahre haben dem Diakonischen Werk aber auch gezeigt, welche Möglichkeiten das Digitale eröffnet. Aktuellste Neuerung: ein Relaunch der Webseite www.diakonie-aachen.de, die alle Angebote bündelt und optimiert für eine Suche nach Bedarfen. Schlagworte wie ‚Familie‘, ‚Migration und Integration‘ oder ‚Hilfen bei Gewalt‘ sollen Ratsuchende schnell zum richtigen Angebot leiten. „Die Webseite konnten wir durch Mittel der Stiftung ‚Kirche und Diakonie‘ im März in Angriff nehmen“, sagte Heike Keßler-Wiertz. „Insgesamt konnten wir unseren Nutzerkreis durch den Ausbau unserer digitalen Formate besonders auch in den sozialen Netzwerken deutlich erweitern.“

Für die Vorständin war deshalb klar: „Wir wollen auf diesem Weg voranschreiten. Daher müssen wir uns auch weiterhin die Frage stellen, wie wir uns für das Nutzen der sozialen Medien fortwährend professionalisieren.“ Diese Frage nach der ethischen Gestaltung der Digitalisierung möchte das Diakonische Werk deshalb ins Digital Hub tragen, dessen Mitglied der Wohlfahrtsverband gerade geworden ist. „Diese Perspektive scheint auch für die Verantwortlichen dieses Netzwerkes interessant zu sein.“

(aus: AZ/AN vom 08.06.2022 / Rauke Xenia Bornefeld)

 

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